Yoni-Massage als Teil der sinnlichen Tantramassage

Yoni-Massage Die Yoni-Massage bezeichnet die massierende Behandlung der weiblichen Genitalien bzw. der dort befindlichen erogenen Zonen. Sie ist der Erotikmassage und Tantramassage zuzuordnen. Das männliche Gegenstück zur Yoni-Massage ist die Lingam-Massage.

Mithilfe der Yoni-Massage können Frauen die körperliche, seelische und spirituelle Dimension ihrer Sexualität erfahren und erweitern. Das Ziel der Yoni-Massage ist nicht der Orgasmus. Dennoch kann eine regelmäßige Durchführung helfen, die Orgasmusfähigkeit zu verbessern.

Herkunft und Entwicklung: Yoni-Massage als Teil der Tantramassage

Tantramassage Der Begriff Yoni stammt aus dem Sanskrit, das im Hinduismus eine wesentliche Rolle spielt. Die Bezeichnung geht, anders als im Deutschen, über die rein anatomische Bedeutung hinaus. Yoni steht hier auch für die spirituelle und energetische Dimension der weiblichen Geschlechtsteile.

Aus der esoterischen Form des Hinduismus und später der Buddhismus ist das Tantra entstanden. Es handelt sich dabei um eine Erkenntnislehre in der indischen Philosophie, die auf dem engen Zusammenhang des Relativen und Absoluten basiert. Beim Tantra bzw. Tantrismus geht es vor allem um die Ausbreitung von Wissen und Bewusstsein. Die Ursprünge des Tantra gehen auf das 2. Jahrhundert zurück. In vollem Umfang liegt die Lehre jedoch frühestens ab dem 7./8. Jahrhundert vor. (1)

Die Yoni-Massage ist dem Bereich des Tantra bzw. der Tantramassage zuzuordnen. Demnach geht es bei der Yoni-Massage vor allem um die sinnhaften und sexuellen Erfahrungen der Menschen bzw. Frauen. Die Bedürfnisse Nähe, Berührung und Kontakt stehen im Mittelpunkt. Alle Handlungen werden bedacht und mit hohem Respekt vor der anderen Person ausgeführt.

Einsatz und Ziele der Yoni-Massage

Wirkung der Yoni-Massage Mit Hilfe der Yoni-Massage können Frauen die körperliche, seelische und spirituelle Dimension ihrer Sexualität erfahren und erweitern.

Die Yoni-Massage soll einen Raum für tiefe und sinnliche Entspannung schaffen. Im Idealfall verhilft die Yoni-Massage zu einer erfüllten, freien und bewusst erlebten Sexualität. In dem gleichnamigen Buch von Michaela Riedl wird gezeigt, wie die Yoni-Massage als Therapiesystem für Körper, Geist und Seele eingesetzt werden kann. Obwohl bisher wissenschaftliche Erkenntnisse für den Einsatz in der Sexualtherapie noch nicht vorliegen: viele Anwender berichten schon heute von einem besseren Körpergefühl und einer höheren Orgasmusfähigkeit. (2)

Die Yoni-Massage sollte von anderen sexuellen Handlungen getrennt werden. Denn diese können, müssen aber nicht folgen. Es sollte keine Gegenleistung für die Yoni-Massage erwartet werden, da dies die pure Entspannung bei der Yoni-Massage behindert.

Ein Orgasmus ist demnach nicht das Ziel der Yoni-Massage – er ist aber häufig ein angenehmer und willkommener Nebeneffekt. Auf dieser Basis können Empfängerin und Masseur(in) sich der Entspannung hingeben. Sollte es zum Orgasmus kommen, ist dieser oft ausgedehnter, intensiver und erfüllender als gewöhnlich.

Yoni-Massage in der Praxis

Bei der Yoni-Massage werden die erogenen Zonen im Genitalbereich der Frau massiert. Sie bildet häufig den Abschluss einer sinnlichen Ganzkörpermassage. Es wird viel Vergnügen bereitet und ein Zustand hoher Erregung erreicht.

Die wesentlichen erogenen Zonen der Yoni sind der Venushügel, die großen und kleinen Schamlippen, die Klitoris (C-Punkt), die Harnröhrenöffnung (U-Punkt), die Scheidenvorderwand mit dem G-Punkt und der Muttermund. (3)

Die Massage kann mit und ohne Massageöl erfolgen. Die Verwendung von Massageöl führt zu einer sanfteren Massage und ist meist angenehmer. Dabei sollte das Öl auf die Empfindlichkeit der Haut und inneren Bereiche abgestimmt sein. In der modernen Ausprägung wird auch Liebesspielzeug verwendet.

Die Massagetechniken der Yoni-Massage variieren stark. Sie werden entsprechend der jeweiligen Körperzone und der Massagephase angewendet. In Betracht kommen die klassischen Massagehandgriffe sowie Techniken, die die Penetration der Vagina andeuten und nachahmen.


Quellenverzeichnis

  1. Wikipedia.org: Tantra, abgerufen am 29.04.2012.
  2. Riedl, Michaela (2006): Yoni Massage, 1. Auflage, Hans Nietsch Verlag, ISBN-10: 3934647057.
  3. Wikipedia.org: Spezifische erogene Zonen, abgerufen am 28.04.2012.

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